Marc Elsbergs faszinierender Roman als Thriller-Serie bei Sat.1

„Blackout“: Deutschland ohne Strom - kann das wirklich passieren?

26.01.2023 um 12:37 Uhr

Was passiert, wenn der Strom ausfällt? Die Thriller-Serie „Blackout“ greift ein brisantes, hochaktuelles Thema auf und bietet Spannung pur. Mehr als ein Jahr nach ihrer Streaming-Premiere bei Joyn läuft die sechsteilige Miniserie "Blackout" ab Donnerstag (26. Januar, 20.15 Uhr) mit drei wöchentlichen Doppelfolgen im Free-TV bei Sat.1

Ein Artikel von TV Digital Reporter Dirk Oetjen

Es geschieht an einem kalten Novembertag: Schlagartig geht das Licht aus, Nah- und Fernzüge bleiben stehen, Menschen stecken in Fahrstühlen fest, das Handynetz bricht zusammen, im Internet geht nichts mehr. Europa wird durch einen Stromausfall lahmgelegt. An einer ausgefallenen Ampel hat der in Bozen lebende Pierre Manzano (Moritz Bleibtreu) einen Autounfall, kommt aber mit dem Schrecken davon. Allmählich wird das ganze Ausmaß des Blackouts deutlich: Nach wenigen Stunden gibt es kein frisches Wasser mehr, da die Elektropumpen der Wasserwerke nicht länger arbeiten. Es droht Seuchengefahr. Kühe leiden qualvoll, weil Melkmaschinen nicht funktionieren. Die Nahrungsmittelversorgung bricht zusammen.

Mit jedem Tag werden die Menschen verzweifelter. Und aggressiver. Sie beginnen zu plündern. Es kommt zu Ausschreitungen. Während Europa im Chaos versinkt, geht Manzano, früher Hacker und Umweltaktivist, von einem gezielten Anschlag aus. Er entdeckt: Für den Blackout scheint ein Code verantwortlich zu sein, den er vor Jahren selbst programmiert hat. Europol und BKA heften sich an seine Fersen.

„Die Frage, was passiert, wenn unser ganzes fragiles Netz zusammenbricht, beschäftigt mich schon länger“, erklärt Moritz Bleibtreu im Interview. „Dieses Szenario legt eindrücklich dar, dass unser Sicherheitssystem sehr anfällig ist.“ Das habe auch die Flutkatastrophe im Sommer 2021 gezeigt.

Die Sendetermine von "Blackout" im Überblick:

  • 26.01.2023, 20:15 Uhr: "Blackout", Folge 1 und 2
  • 02.02.2023, 20:15 Uhr: "Blackout", Folge 3 und 4
  • 09.02.2023, 20:15 Uhr: "Blackout", Folge 5 und 6

Bereits 2012 entwickelte der Wiener Autor Marc Elsberg die Horrorvision eines Stromausfalls in Europa. Auf seinem Bestseller „Blackout“, der allein in Deutschland über 1,8 Millionen mal verkauft wurde, basiert die sechsteilige Thrillerserie, an der mit Jessica Schwarz, Heiner Lauterbach und Herbert Knaup viele Stars mitwirken.

Selbst Autor Elsberg zollt der TV-Adaption Respekt und lobt, wie geschickt die Macher den Handlungsstrang um Hauptfigur Manzano erweitert haben: „Es ist eine klassische Regel beim Geschichtenerzählen: Schaffe einen Konflikt, der weit in die Geschichte der Hauptfigur zurückgeht. Den gibt es im Buch ja auch, aber schwächer. Die Drehbuchautoren Lancelot von Naso und Kai-Uwe Hasenheit haben da noch etwas herausgekitzelt.“

Einen flächendeckenden Stromausfall wie in Buch und Serie beschrieben halten Experten übrigens für eher unwahrscheinlich. Lokal und zeitlich begrenzte Ausfälle seien aber realistisch. „Blackout“ wird sicher einige Zuschauer dazu verleiten, sich mit Kerzen, Konserven und Kurbelradio einzudecken.

Wie man sich auf einen Blackout vorbereitet

  • Im Idealfall sollte ein Haushalt bei einem Blackout mehrere Tage ohne fremde Hilfe auskommen. Dazu braucht es ausreichend Hygieneartikel, eine gefüllte Hausapotheke mit wichtigen Medikamenten und Verbandsmaterial, haltbare Lebensmittel und vor allem Wasser – das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt zwei Liter Flüssigkeit pro Tag und Person.
  • Wer sich einen eigenen Stromerzeuger anschaffen will, sollte sich im Vorfeld über die richtige Lagerung und den Aufstellort informieren, da ansonsten unter anderem Erstickungsgefahr droht.
  • Stromunabhängige Zubereitungsgeräte wie Camping-Kocher, dazu benötigtes Brennmaterial und Lichtquellen wie Kerzen oder Kurbeltaschenlampen sollten daheim lagern. Gleiches gilt für Batterien und damit betriebene Radiogeräte, mit denen man sich auch ohne Smartphone weiter über die aktuelle Situation informieren kann.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

 

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