Ärztin wünscht sich den Titel Doctora med. statt Dr. med.

"Die Kanzlei“ befeuert die hitzige Gender-Debatte

13.09.2022 um 19:08 Uhr

Eine Klientin der Kanzlei von Isabel von Brede und Markus Gellert ist unzufrieden mit ihrem Doktortitel. Sie wünscht sich eine Doctora med. statt dem Dr. med. in der Promotionsurkunde.

Die Ärztin Milena Holzkamp (Lena Schmidtke) hat ihren Doktor in Medizin gemacht und will in ihrer Promotionsurkunde gendergerecht bezeichnet werden. Der akademische Titel Dr. med., der ihr verliehen wird, steht für die männliche Form „doctor medicinae“, was Holzkamp als Diskriminierung empfindet. Sie verlangt, als „doctora“ tituliert zu werden, was wiederum die Hochschule mit dem Hinweis ablehnt, dieses Wort komme in der lateinischen Sprache überhaupt nicht vor.

Anwalt Gellert (Herbert Knaupp) streitet vor Gericht für seine Klientin und macht im Verhandlungssaal auf seine Art deutlich, dass der Fall keine Lappalie ist, als er den Richter mit „Frau Vorsitzende“ anspricht. Richter Solfrank (Max Hopp) hat zum Thema eine klare Meinung: „Warum muss man darum so einen Zirkus machen. Unsere vorläufige Einschätzung ist die: Weibliche Richter sind Richterinnen weibliche Doktoren sind Doktorinnen. Der lateinische Titel wird im Alltag nicht wirklich verwendet.“  Welcher Entscheidung der Richter am Ende trifft, ist heute in der Folge „Kleine Schritte“ zu sehen (13.09. 20.15 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek). Das Thema der Folge dürfte bei den Fans der Serie für Diskussionen sorgen.

Isa von Brede ist entsetzt über ihre Mutter

Die Fälle, die in der ARD-Anwaltsserie behandelt werden, spiegeln häufig Konflikte in unserer Gesellschaft wider, was Schauspieler Herbert Knaup begrüßt. „Der Autor der Serie schaut sich immer neue Fälle an, liest über aktuelle Prozesse in Zeitungen. Das macht es sehr spannend. Ich finde zwar nicht, dass eine Serie mehr als unterhalten muss, aber wenn sie gleichzeitig Menschen in ihrem Gesellschaftsbild prägt oder zum Nachdenken anregt, ist das doch wunderbar“, erklärt der 66-Jährige im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Parallel dazu vertritt Isa von Brede (Sabine Postel) eine alte Bekannte ihrer Mutter, Waltraut Wolf (Lisa Kreuzer). Ihr Mann sich das Leben genommen hat, weil er sich verspekuliert und seine Firma in den Ruin geführt hat. So zumindest behauptet es sein ehemaliger Kompagnon Robert Berger und bietet an, die entsprechenden Akten vorzulegen.

Charlie (Mathilde Bundschuh) und Marion (Marie Anne Fliegel) aber bringen in einer illegalen Aktion die tatsächlich relevanten Dokumente in ihren Besitz, die beweisen, was wirklich geschehen ist. Isa ist über diese Aktion entsetzt und feuert Charlie und ihre Mutter. Isa und und ihr Partner wissen aber immer noch nicht, dass Charlie Gellerts uneheliche Tochter ist. Der ist aktuell noch in einer Familienangelegenheit gefordert: Der Krebs seines Vaters ist zurückgekehrt.

„Die Kanzlei: Kleine Schritte“: Dienstags, 20.15 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek

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